MTV Rosdorf distanziert im Derby HSG Plesse-Hardenberg deutlich

Nach einer rund einmonatigen Herbstpause haben die ungeschlagenen Oberligahandballerinnen des MTV Rosdorf das recht faire Derby gegen den Aufsteiger HSG Plesse-Hardenberg mit 30:20 (15:10) für sich entschieden. Mit nunmehr 10:0 Punkten behält der MTV damit seine weiße Weste. Für das diesmal mit einer hohen Fehlerquote behaftete Burgenteam gab es damit im fünften Punktspiel die erste Auswärtsniederlage.
Dabei wurden die Gastgeberinnen von einer Hiobsbotschaft überrascht: Die mit bislang 30 Treffern erfolgreichste Torjägerin Nuri Moschner verletzte sich am Abend zuvor im Abschlusstraining am Knie und konnte nicht spielen. So mussten sich beide Seiten auf eine neue Situation einstellen.
Wedemeier ist die erfolgreichste Werferin des MTV Rosdorf
Doch die lösten die Rosdorf Reds nach einer anfänglichen Findungsphase immer souveräner. Dabei entpuppte sich diesmal Julia Wedemeier mit zehn Treffern als die mit Abstand erfolgreichste Werferin. Als nachträgliches Geburtstagsgeschenk verbuchte die 23-jährige Rückraumspielerin nunmehr 33 Saisontore auf ihrem Konto.
HSG Plesse-Hardenberg bietet bis zum 6:7 Paroli
Zu keinem Zeitpunkt führten die Gäste, boten aber bis zur knappen 7:6-Führung der Rosdorferinnen noch einigermaßen Paroli. Dann mussten sie allerdings einer deutlich unkonzentrierten Schlussphase Tribut zollen.
„Wir haben dabei keinen Zugriff mehr in der Abwehr gefunden und zum Ende hin keine ausreichende Durchschlagskraft nach vorn mehr“, machte Anneke Schütze ihrem Unmut Luft. Was die Gastgeberinnen dann auch genüsslich nutzten und zwischen dem 23:19 (48.) und 29:19 (59.) gut zehn Minuten keinen Gegentreffer mehr zuließen.
Wir haben absolut verdient gewonnen.
Lennart Pietsch, Trainer des MTV Rosdorf
Und während der Spitzenreiter alle seine fünf zugesprochenen Siebenmeter verwandelte, ließ die HSG drei ihrer sieben Strafwürfe liegen. „Wir haben absolut verdient gewonnen und schon in der ersten Halbzeit den besseren Ball gespielt, aber in dieser Phase viele Chancen liegen lassen“, war MTV-Coach Lennart Pietsch unter dem Strich recht zufrieden. „Man hat aber auf beiden Seiten die Anspannung gemerkt, die das Derby mit sich brachte.“
Lob für den MTV gab es auch von HSG-Trainer Tomislav Zidar: „Wir haben zwar verdient verloren, aber in der ersten Halbzeit lange gut mitgehalten. Im zweiten Durchgang sind wir zum Ende eingebrochen. Die Rosdorfer Mädels haben jedenfalls ihren Job recht gut gemacht.“

Überhaupt bot der MTV Rosdorf am Wochenende zu Hause eine durchaus gelungene Handballtrilogie: Dem klaren Derbysieg der Oberligafrauen schloss sich das 34:32 der Verbandsligamänner gegen das sieglose Schlusslicht SF Söhre II an, ehe sich zum Abschluss des Tages die Landesligafrauen gegen den MTV Vorsfelde klar mit 32:24 behaupteten.
Ferdinand Jacksch