1. DamenAllgemein

MTV Rosdorf distanziert im Derby HSG Plesse-Hardenberg deutlich

In der Handball-Oberliga der Frauen hat das Derby zwischen dem MTV Rosdorf und der HSG Plesse-Hardenberg einen klaren Sieger hervorgebracht: Der Gastgeber setzte sich auch dank Julia Wedemeier in der Schlussphase deutlich ab.
 
Klarer Derbysieger: der MTV Rosdorf, hier mit Julia Marieke Mündemann beim Wurf.
Klarer Derbysieger: der MTV Rosdorf, hier mit Julia Marieke Mündemann beim Wurf. Quelle: Peter Heller
 

Nach einer rund einmonatigen Herbstpause haben die ungeschlagenen Oberligahandballerinnen des MTV Rosdorf das recht faire Derby gegen den Aufsteiger HSG Plesse-Hardenberg mit 30:20 (15:10) für sich entschieden. Mit nunmehr 10:0 Punkten behält der MTV damit seine weiße Weste. Für das diesmal mit einer hohen Fehlerquote behaftete Burgenteam gab es damit im fünften Punktspiel die erste Auswärtsniederlage.

Dabei wurden die Gastgeberinnen von einer Hiobsbotschaft überrascht: Die mit bislang 30 Treffern erfolgreichste Torjägerin Nuri Moschner verletzte sich am Abend zuvor im Abschlusstraining am Knie und konnte nicht spielen. So mussten sich beide Seiten auf eine neue Situation einstellen.

 

Wedemeier ist die erfolgreichste Werferin des MTV Rosdorf

Doch die lösten die Rosdorf Reds nach einer anfänglichen Findungsphase immer souveräner. Dabei entpuppte sich diesmal Julia Wedemeier mit zehn Treffern als die mit Abstand erfolgreichste Werferin. Als nachträgliches Geburtstagsgeschenk verbuchte die 23-jährige Rückraumspielerin nunmehr 33 Saisontore auf ihrem Konto.

Einen starken Part lieferte auch Kreisläuferin Isabel Rentsch ab, ausgerechnet eine Freundin der HSG-Kapitänin Lara Al Najem. „Nach anfänglicher Nervosität haben wir das Spiel dominiert. Nichtsdestoweniger hat uns die HSG Plesse mit ihrer offensiven Abwehr vor neue Herausforderungen gestellt“, bemerkte Freda Seebode, die fünf Siebenmeter verwandelte.
 

HSG Plesse-Hardenberg bietet bis zum 6:7 Paroli

Zu keinem Zeitpunkt führten die Gäste, boten aber bis zur knappen 7:6-Führung der Rosdorferinnen noch einigermaßen Paroli. Dann mussten sie allerdings einer deutlich unkonzentrierten Schlussphase Tribut zollen.

„Wir haben dabei keinen Zugriff mehr in der Abwehr gefunden und zum Ende hin keine ausreichende Durchschlagskraft nach vorn mehr“, machte Anneke Schütze ihrem Unmut Luft. Was die Gastgeberinnen dann auch genüsslich nutzten und zwischen dem 23:19 (48.) und 29:19 (59.) gut zehn Minuten keinen Gegentreffer mehr zuließen.

Wir haben absolut verdient gewonnen.

Lennart Pietsch, Trainer des MTV Rosdorf

Und während der Spitzenreiter alle seine fünf zugesprochenen Siebenmeter verwandelte, ließ die HSG drei ihrer sieben Strafwürfe liegen. „Wir haben absolut verdient gewonnen und schon in der ersten Halbzeit den besseren Ball gespielt, aber in dieser Phase viele Chancen liegen lassen“, war MTV-Coach Lennart Pietsch unter dem Strich recht zufrieden. „Man hat aber auf beiden Seiten die Anspannung gemerkt, die das Derby mit sich brachte.“

MTV Rosdorf hat seinen Job „recht gut gemacht“

Lob für den MTV gab es auch von HSG-Trainer Tomislav Zidar: „Wir haben zwar verdient verloren, aber in der ersten Halbzeit lange gut mitgehalten. Im zweiten Durchgang sind wir zum Ende eingebrochen. Die Rosdorfer Mädels haben jedenfalls ihren Job recht gut gemacht.“

 
Julia Wedemeier (r.) vom MTV und Anneke Schütze kämpfen um den Ball.
Julia Wedemeier (r.) vom MTV und Anneke Schütze kämpfen um den Ball. Quelle: Peter Heller

Überhaupt bot der MTV Rosdorf am Wochenende zu Hause eine durchaus gelungene Handballtrilogie: Dem klaren Derbysieg der Oberligafrauen schloss sich das 34:32 der Verbandsligamänner gegen das sieglose Schlusslicht SF Söhre II an, ehe sich zum Abschluss des Tages die Landesligafrauen gegen den MTV Vorsfelde klar mit 32:24 behaupteten.

 

Ferdinand Jacksch

Quelle: Göttinger Tageblatt/Sportbuzzer vom 27.10.2024

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner