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Weiterhin ungeschlagen: MTV Rosdorf lässt sich auch vom Tabellendritten nicht aufhalten

Zwei Spiele, zwei Siege: Die Handballerinnen des MTV Rosdorf und der HSG Plesse-Hardenberg hatten einen erfolgreichen Spieltag. Dennoch fanden beide Trainer auch ein Haar in der Suppe.

Die Rosdorferin Johanna Hodemacher (am Ball) findet hier eine Lücke in der Lister Abwehr.
Die Rosdorferin Johanna Hodemacher (am Ball) findet hier eine Lücke in der Lister Abwehr. Quelle: Niklas Richter

Die ungeschlagenen Oberliga-Handballerinnen des MTV Rosdorf haben den Tabellendritten SC Germania List mit 29:25 (15:12) besiegt. Fünf Spieltage vor Saisonende liegen die Reds mit fünf Zählern vor dem Northeimer HC, der bei der HSG Heidmark klar mit 28:18 gewann. Oberliga-Aufsteiger HSG Plesse-Hardenberg siegte mit 26:24 (13:11) beim MTV Rohrsen.

„Wir freuen uns, dass es so weiter geht“, sagte MTV-Trainer Lennart Pietsch auf dem Weg zum angepeilten Aufstieg in die Regionalliga. Bis zum 6:5 (15.) hatte MTV-Kreisläuferin Isabel Rentsch schon allein vier Tore im gegnerischen Kasten untergebracht. Dennoch trafen sich beide Klubs bis zum 12:11 (27.) weitgehend auf Augenhöhe, ehe die Gastgeberinnen mit einem 3:0-Lauf einen schnellen Zwischenspurt zum 15:11 (29.) einlegten.

MTV Rosdorf führt das gesamte Spiel über

Wobei Trainer Pietsch bis zur Pause nicht unbedingt vollends zufrieden war: „Wir haben leider vorne wieder relativ viel verknallt und viele technische Fehler gezeigt.“ Dabei gab Julia Wedemeier zu bedenken, „dass wir trotz einer durchwachsenen Leistung unsere Führung das ganze Spiel über nicht abgegeben haben. Das lag auch daran, dass sowohl unsere Bank als auch die Fans über 60 Minuten voll dabei waren.“

 
 
Die Rosdorfer Handballerinnen hatten nach dem Heimsieg gegen den SC Germania List erneut Grund zu jubeln.
Die Rosdorfer Handballerinnen hatten nach dem Heimsieg gegen den SC Germania List erneut Grund zu jubeln. Quelle: Niklas Richter

In der zweiten Halbzeit legte der MTV zu, spätestens nach dem knappen 17:16-Vorsprung (34.). Da preschten die Reds auf 22:18 (44.) vor. Exakt in dieser Phase brachte Teresa Neidthardt allein vier Treffer im gegnerischen Tor unter. Und als Torjägerin Finja Taeger im Minutentakt drei Treffer in Folge erzielte, hieß der vorentscheidende Zwischenstand bereits 26:19 (50.).

Womit auch Trainer Peitsch zufrieden war: „Einerseits stand die Deckung gut, und wir haben mehr Tempo gespielt.“ Besonderes Lob verdiente sich auch eine besonders starke MTV-Torfrau Lina Schwarz. Was auch die Lister Ausnahmespielerin Carina Neumann (bisher 137 Tore) trotz ihrer acht Treffer zu spüren bekam.

Mündemann im MTV-Rückraum stark

Einen guten Part lieferte erneut die 22-jährige Rückraumspielerin Julia Mündemann mit ihren sieben Toren ab: „Trotz starker Aktionen hatten wir auch immer wieder Schwächephasen. Dennoch haben wir die Partie sicher zu Ende gespielt und der Sieg war nicht gefährdet“, sagte Mündemann, die schon auf das schwere Auswärtsspiel am kommenden Wochenende beim VfL Wolfsburg vorausblickte: „Da müssen wir aber durchgehend eine gute Leistung aufs Feld bringen, um auch dort die zwei Punkte mitzunehmen.“ – Tore MTV: Mündemann (7), Taeger (5), Neidthardt, Rentsch (je 4), Pelesic (3/2), Hesse, Wedemeier (je 2), Apel, Hodemacher (je 1). – Die meisten Lister Tore erzielten Neumann (8/6) und Brunke (5).

MTV Rohrsen – HSG Plesse-Hardenberg 24:26 (11:13). Das war von Anfang an in Hameln ein zerfahrenes Spiel. 8:5 (17.) und 13:10 (28.) legte der Tabellensiebte zwar vor, wurde aber spätestens mit der 19:18-Führung (43.) der Gastgeberinnen wieder eingeholt. „Wir hatten da ein wenig unseren Faden verloren und in der Abwehr keinen Zugriff sowie im Angriff keine Tiefe gefunden“, sagte die diesmal beste Torjägerin Yasmin Hemke. „Aber wir haben uns dann selbst wieder aus dieser Misere herausgezogen.“ Was dann der 23:20-Vorsprung (54.) widerspiegelte.

Trainer Tomislav Zidar lobte daher „die kämpferische Leistung in den letzten 15 Minuten“. Er hob auch die Torfrauen Nadine Merz und Lilly Hötte hervor. „Es war eher kein schönes Spiel. Dafür stand am Ende ein Arbeitssieg“, sagte Yasmin Hemke. – Tore HSG: Hemke (5), Hartig (5/2), Bachmann, Schütze (je 4), Ahrens, Henne (je 3), Al Najem, Wigger (je 1).

HSG Göttingen: Zu schwache Angriffsleistung

In der Verbandsliga der Frauen verlor die HSG Göttingen knapp mit 17:19 (11:12) bei der SG VfL Wittingen/Stöcken. Mit nur 19 Gegentoren hatte die HSG eine gute Abwehr. Das Genick brach den Göttingerinnen der Angriff: „Wir haben wegen unserer schlechten Chancenverwertung viel zu wenig Tore geworfen“, sagte Michelle Bastian. Die HSG-Tore erzielten Bastian (4), Nat. Bause (3), Albrecht (3/1), Crapanzano, Müller (je 2), Meroth, Ter Fehr (je 1), Nad. Bause (1/1). In der Landesliga der Frauen setzte sich der MTV Geismar gegen die HSG Schoningen/Uslar/Wiensen mit 39:27 (20:17) durch. Nicht ganz zufrieden war Trainer Jan Goertz: „Trotz einer nicht so guten Leistung konnten wir mit Neuling (9/4), Krasniqi (8) oder Nölke (5) einen wichtigen Sieg einfahren. Am kommenden Wochenende müssen wir uns aber deutlich steigern.“ Ebenfalls jubeln konnte die zweite Mannschaft des MTV Rosdorf, die die HG Elm mit 30:23 (16:10) besiegte. Über seinen neunten Sieg und damit 19:15 Punkte freute sich der Tabellenfünfte um Trainer Lars Koltscynski samt seiner besten Torjägerinnen Isabelle Goetges (7/4) und Caroline Grandjean (6).

Ferdinand Jacksch

Quelle: Göttinger Tageblatt/Sportbuzzer vom 17.03.2025

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